02. August 2019

Diesel-Abgasskandal: Ex-Audi-Chef angeklagt

Die Staatsanwaltschaft München hat vor der Wirtschaftsstrafkammer des Landgerichts München II Klage gegen den früheren Audi-Vorstandschef Rupert Stadler  im Zusammenhang mit dem Diesel-Abgasskandal eingereicht. Auch drei weitere Audi-Mitarbeiter wurden angeklagt. Dabei soll es sich um den früheren Audi- und Porsche-Manager Wolfgang Hatz und zwei Ingenieure handeln. Den Angeklagten wird Betrug, mittelbare Falschbeurkundung sowie strafbare Werbung vorgeworfen. Über die Zulassung der Anklage entscheidet nun das Landgericht München.

Angeklagte hätten von der Manipulation gewusst

Den Angeklagten wird vorgeworfen, Motoren für Fahrzeuge der Marken Audi, VW und Porsche entwickelt zu haben, die mit der unzulässigen Abschalteinrichtung ausgestattet waren. Dabei handelt es sich um eine Softwarefunktion, die bewirkt, dass die Abgasminderung auf dem Rollenprüfstand anders arbeitet als später im Straßenverkehr.

Ex-Audi-Chef Stadler soll seit spätestens Ende September 2015 von diesen Manipulationen gewusst aber nicht versucht haben, den Verkauf der betroffenen Fahrzeuge der Marken Audi und VW zu verhindern. Dabei geht es um mehr als 250.000 Fahrzeuge der Marke Audi, über 71.000 Autos der Marke VW und ca. 112.000 Pkw der Marke Porsche, die insbesondere in den USA und in Europa verkauft wurden. Medienberichten zufolge haben alle vier Angeklagten die Vorwürfe zurückgewiesen.

Stadler ist bisher der einzige Manager aus der obersten Führungsriege des Volkswagen-Konzerns, der verhaftet wurde. Im Oktober 2018 wurde er auf Kaution aber unter Auflagen aus der Untersuchungshaft entlassen.

Ermittlungen gegen weitere Beschuldigte laufen noch

Im Abgasskandal ermittelt nicht nur die Staatsanwaltschaft München, sondern auch die Staatsanwaltschaft Braunschweig. Angeklagt wurden dieses Jahr unter anderem der ehemalige Konzernchef Martin Winterkorn und vier weitere Personen. Ihnen wird schwerer Betrug und unlauterer Wettbewerb vorgeworfen, den Führungskräften zusätzlich auch Untreue, Steuerhinterziehung und mittelbare Falschbeurkundung. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittelt bundesweit insgesamt gegen 49 mutmaßlich Beteiligte am VW-Abgasskandal, die Staatsanwaltschaft München ihrerseits gegen über 20 Verdächtige.  

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von Martina Bergmann
Martina Bergmann

Angestellte Rechtsanwältin

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