Nexi zahlt Geld nicht aus – was können betroffene Unternehmen jetzt tun?
Unternehmen sind auf eine funktionierende Zahlungsabwicklung angewiesen. Umso gravierender sind die Folgen, wenn ein Zahlungsdienstleister Auszahlungen plötzlich stoppt oder interne Änderungen trotz mehrfacher Mitteilungen nicht umsetzt. Genau dies erleben derzeit immer wieder Unternehmen nach Umfirmierungen, Verschmelzungen oder Kontoänderungen.
In einem uns bekannten Fall hatte ein Unternehmen seinen Zahlungsdienstleister frühzeitig über eine gesellschaftsrechtliche Verschmelzung sowie über neue Bankdaten informiert. Trotz umfangreicher Korrespondenz, mehrfach eingereichter Unterlagen und zahlreicher Formulare gelang es dem Anbieter über Monate hinweg nicht, die Änderungen ordnungsgemäß in den Stammdaten zu hinterlegen. Die bisherigen Geschäftskonten waren bereits geschlossen, sodass Auszahlungen nicht mehr erfolgen konnten.
Die Folge: Umsätze in erheblicher Höhe wurden einbehalten. Trotz Fristsetzung und wiederholter Kontaktaufnahme blieb die Angelegenheit ungelöst.
Für betroffene Unternehmen kann eine solche Situation existenzbedrohende Auswirkungen haben. Offene Auszahlungen führen schnell zu Liquiditätsengpässen, Problemen mit Lieferanten oder steuerlichen Verpflichtungen.
Welche Rechte haben betroffene Unternehmen?
Zahlungsdienstleister sind grundsätzlich verpflichtet, vertraglich geschuldete Auszahlungen ordnungsgemäß vorzunehmen. Werden Änderungen wie Firmenverschmelzungen, Umfirmierungen oder neue Kontoverbindungen ordnungsgemäß mitgeteilt und nachgewiesen, darf die Bearbeitung nicht unbegrenzt verzögert werden.
Betroffene Unternehmen können unter anderem folgende Ansprüche prüfen lassen:
• Anspruch auf Auszahlung einbehaltener Guthaben
• Geltendmachung von Verzugszinsen
• Schadensersatzansprüche wegen verzögerter Auszahlung
• Aufforderung zur unverzüglichen Aktualisierung der Vertrags- und Stammdaten
• Gerichtliche Durchsetzung offener Forderungen
Gerade bei hohen Beträgen empfiehlt sich ein schnelles und konsequentes Vorgehen. Erfahrungsgemäß reagieren Zahlungsdienstleister deutlich schneller, wenn anwaltliche Unterstützung eingeschaltet wird.
Was wir für betroffene Unternehmen tun können
Unsere Kanzlei unterstützt Unternehmen bundesweit bei Konflikten mit Zahlungsdienstleistern wie Nexi, PayPal und anderen Zahlungsanbietern.
Wir prüfen unter anderem:
• die vertragliche Ausgangslage
• die Wirksamkeit erfolgter Mitteilungen und Nachweise
• mögliche Zahlungs- und Schadensersatzansprüche
• Möglichkeiten einer außergerichtlichen oder gerichtlichen Durchsetzung
Darüber hinaus übernehmen wir die Kommunikation mit dem Zahlungsdienstleister und setzen Fristen zur Auszahlung offener Beträge.
Gerade bei blockierten Guthaben oder ausbleibenden Auszahlungen ist schnelles Handeln wichtig, um wirtschaftliche Schäden möglichst gering zu halten.
Kostenlose telefonische Erstberatung nutzen
Wenn auch Ihr Unternehmen Probleme mit Nexi oder einem anderen Zahlungsdienstleister hat und Auszahlungen ausbleiben, unterstützen wir Sie gerne bei der rechtlichen Prüfung Ihres Falls.
Die telefonische Erstberatung ist bei uns kostenlos. Einen Termin können Sie bequem online vereinbaren.
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Anna-Christina vom Brocke
Angestellte Rechtsanwältin aus der Anwaltskanzlei Lenné.
Rechtsanwältin Anna-Christina vom Brocke ist auch Bankkauffrau.
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