06. März 2020

P&R-Gründer Heinz Roth verstorben

Wie der Insolvenzverwalter Michael Jaffé den Medien gegenüber bestätigte, ist der Firmengründer der insolventen P&R-Gesellschaften bereits am 14. Dezember 2019 verstorben.

Roth wurde als einer der Hauptverantwortlichen im Anlageskandal bei P&R angesehen. Im Zuge eines Schneeballsystems wurden die neu eingenommenen Gelder für die Container genutzt, um laufende Verbindlichkeiten gegenüber Altanlegern zu begleichen. Tausende von Anlegern hatten insgesamt rund 3,5 Milliarden Euro in Container investiert, von denen ein Großteil, wie heute bekannt ist, gar nicht existierte. Firmengründer und Geschäftsführer Heinz Roth war daher im September 2018 in Untersuchungshaft gekommen, jedoch im Juli 2019 wegen schwerer Krankheit und daraus folgender Verhandlungsunfähigkeit wieder entlassen worden. Die Ärzte hatten bei ihm eine schwere Krankheit festgestellt, der er nun im Dezember kurz nach seinem 77. Geburtstag erlegen ist.

Privatinsolvenzverfahren wird als Nachlassinsolvenzverfahren unverändert fortgeführt

Neben dem Insolvenzverfahren der P&R-Gesellschaften war über sein Privatvermögen Ende 2018 ebenfalls ein Insolvenzverfahren eröffnet worden. Dieses wird nun in ein sogenanntes Nachlassinsolvenzverfahren überführt. Für die Gläubiger ändert sich dadurch jedoch nichts.

Woran genau Heinz Roth letzten Endes verstorben ist, ist bislang nicht bekannt. Scheinbar hatten seine Verteidiger bereits Monate vor seiner Entlassung aus der U-Haft eine hohe Dringlichkeit wegen Haftunfähigkeit angemeldet. Im Sommer 2019 hatte das Gericht dann eingewilligt. Nur wenige Monate später, kurz nach seinem 77. Geburtstag, ist er dann verstorben.

Alle ehemalige P&R-Verantwortliche verstorben

Zu den Verdächtigen im P&R-Betrugsfall zählten, neben Heinz Roth, auch die langjährigen Geschäftsführer Werner Feldkamp und Wolfgang Stömme. Zu Gunsten der Insolvenzmassen bei den P&R-Gesellschaften hatte Insolvenzverwalter Michael Jaffé sowohl bei Heinz Roth als auch bei Werner Feldkamp Forderungen in Millionen- bzw. Milliardenhöhe angemeldet.

Mit dem Tod von Heinz Roth sind nun alle der genannten, ehemaligen P&R-Verantwortlichen verstorben. Das bedeutet, dass ihre strafrechtliche Schuldfrage nicht mehr vor Gericht geklärt werden kann. Die Staatsanwaltschaft ermittelt jedoch aktuell noch gegen weitere Verdächtige.

Schneeballsysteme wie dieses finden sich immer häufiger. Dabei werden Anleger mitunter um Millionenbeträge betrogen. In unserer Kanzlei vertreten wir nicht nur zahllose Geschädigte des P&R-Betrugs, sondern auch Gläubiger in diversen anderen Anlagebetrugsfällen. Wenn auch Sie einem solchen Betrug zum Opfer gefallen sind, stehen wir Ihnen gerne zur Seite, um möglichst große Teile Ihrer Investitionen noch zu retten. Vereinbaren Sie für eine kostenlose Erstberatung gerne einen Termin in unserer Kanzlei.

Guido Lenné
Guido Lenné

Rechtsanwalt aus der Anwaltskanzlei Lenné.
Rechtsanwalt Lenné ist auch Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht.

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