08. Februar 2026

PayPal-Betrug durch falschen Booking.com-Kundenservice: So erkennen Sie die Betrugsmasche – und holen sich Ihr Geld zurück

Immer mehr Verbraucher werden Opfer eines professionell organisierten PayPal-Betrugs im Zusammenhang mit angeblichen Booking.com-Kundendienstkontakten. Kriminelle geben sich als Support-Mitarbeiter aus, erschleichen sich per Fernzugriff Zugriff auf Smartphone oder Computer und lösen anschließend hohe Zahlungen über PayPal aus.

Die finanziellen Schäden liegen häufig im vierstelligen Bereich.

Besonders problematisch: Die Täter verfügen oftmals über echte Buchungsnummern oder Reisedaten. Dadurch wirken die Kontaktaufnahme und der angebliche „Service“ absolut seriös.

Als auf PayPal-Betrugsfälle spezialisierte Kanzlei unterstützen wir Betroffene bei der Rückforderung unberechtigter Abbuchungen und setzen Erstattungsansprüche rechtlich durch.

Wie funktioniert der Booking.com-PayPal-Betrug?

Der Ablauf ähnelt sich in vielen Fällen.

Betroffene möchten:

  • eine Hotelbuchung ändern

  • stornieren

  • oder den Kundenservice kontaktieren

Bei der Online-Suche stoßen sie jedoch nicht auf die echte Booking.com-Seite, sondern auf gefälschte Service-Webseiten oder manipulierte Telefonnummern.

Nach dem Anruf oder Rückruf passiert Folgendes:

  • der Gesprächspartner gibt sich als Booking.com-Mitarbeiter aus

  • er kennt reale Buchungs- oder Personendaten

  • er baut Zeitdruck auf („nur jetzt möglich“)

  • er fordert die Installation einer Fernwartungs-App

  • anschließend begleitet er einen angeblichen „Zahlungs- oder Verifizierungsprozess“

Währenddessen übernehmen die Täter die Kontrolle über das Gerät und führen eigenständig PayPal-Transaktionen durch.

Erst später bemerken Betroffene mehrere Abbuchungen von teilweise 1.000 € oder mehr.

Warum PayPal Reklamationen häufig zunächst ablehnt

Viele Geschädigte sind überrascht: Trotz Betrugs lehnt PayPal die Rückzahlung oft erst einmal ab.

Begründung: Die Zahlung sei „autorisiert“ erfolgt.

Rechtlich ist diese Einschätzung jedoch nicht immer korrekt.
Wird eine Zahlung durch Täuschung, Fernzugriff oder Manipulation ausgelöst, bestehen durchaus Ansprüche auf Erstattung.

Eine juristische Prüfung lohnt sich daher fast immer.

Warum diese Betrugsart besonders gefährlich ist

Im Gegensatz zu klassischen Phishing-Mails setzen die Täter hier auf direkte Kommunikation und technische Kontrolle.

Die Kombination aus:

  • echten Kundendaten

  • professionellem Auftreten

  • psychologischem Druck

  • Schritt-für-Schritt-Anleitung

  • Fernzugriff auf das Gerät

führt dazu, dass viele Betroffene den Betrug erst bemerken, wenn das Geld bereits abgebucht wurde.

Diese Methode fällt unter sogenanntes Social Engineering.

Wichtige Warnzeichen für Fake-Booking-Seiten und Betrugsanrufe

Achten Sie auf folgende Warnzeichen:

  • Internetadressen mit Zusätzen wie „support“, „help“ oder „service“

  • Telefonnummern aus Anzeigen statt von der offiziellen Website

  • Aufforderungen zur Installation von Apps wie „Assist Client“ oder ähnlicher Fernzugriffssoftware

  • starker Zeitdruck oder Drohungen

  • Zahlungsabwicklung über externe Anbieter oder Kryptodienste

  • englischsprachige oder unklare Zahlungsdialoge

Grundregel:
Seriöse Unternehmen verlangen niemals Fernzugriff auf Ihr Gerät oder spontane Zahlungen am Telefon.

Was tun nach PayPal-Betrug? (Schritt-für-Schritt-Anleitung)

Schnelles Handeln erhöht die Chancen auf eine Rückerstattung erheblich.

1. PayPal-Fall eröffnen
Melden Sie jede unberechtigte Transaktion sofort im Konto.

2. Widerspruch einlegen
Auch bei Ablehnung erneut prüfen lassen – viele Entscheidungen sind angreifbar.

3. Strafanzeige stellen
Die Anzeige dient als wichtiger Nachweis gegenüber PayPal und Banken.

4. Beweise sichern
Screenshots, E-Mails, SMS, Anruflisten und Zahlungsbestätigungen speichern.

5. Bank informieren
Teilweise sind Rückbuchungen oder Sicherheitsmaßnahmen möglich.

Anwaltliche Hilfe bei PayPal-Betrug und unautorisierten Zahlungen

Die rechtliche Durchsetzung gegenüber Zahlungsdienstleistern ist für Verbraucher oft schwierig. Wir übernehmen für Mandanten:

  • rechtliche Prüfung der PayPal-Transaktionen

  • Kommunikation mit PayPal

  • Durchsetzung von Rückerstattungen

  • außergerichtliche und gerichtliche Vertretung

Unsere Erfahrung zeigt: In vielen Fällen lassen sich Zahlungen ganz oder teilweise zurückholen.

Kostenlose Ersteinschätzung anfordern

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👉 https://anwalt-gegen-paypal.de/

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von Anna-Lucia Kürn
Anna-Lucia Kürn

Angestellte Rechtsanwältin aus der Anwaltskanzlei Lenné.

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