13. März 2020

PIM Gold-Insolvenz: neuer Termin für Gläubigerversammlung

Die für den 27. Februar anberaumte Gläubigerversammlung im Zusammenhang mit der PIM Gold-Insolvenz musste wegen eines zu großen Ansturms vertagt werden. Der Platz reichte bei Weitem nicht aus, da deutlich mehr Menschen erschienen waren als angemeldet. Das Amtsgericht Offenbach beschloss, den Termin um knapp einen Monat zu verschieben und einen größeren Saal zu buchen.

Der neue Termin wurde auf den 24. März festgesetzt und findet nun in der deutlich größeren Stadthalle Langen statt. Dann werden die Gläubiger des Goldmetallhändlers PIM Gold über den Verlauf der Abwicklung der Gesellschaft informiert.

Das Amtsgericht Offenbach begründete seine Entscheidung mit der „Rücksicht auf die Rechte der Gläubiger“. 160 Anmeldungen waren eingegangen, erschienen waren jedoch ca. 400 Gläubiger. Der gebuchte Saal im Gerichtsgebäude bietet allerdings nur Platz für 300 Personen. Grundsätzlich haben aber alle Schuldner das Recht, an der Versammlung teilzunehmen. Dementsprechend blieb dem Gericht nichts anderes übrig, als den Termin zu verlegen.

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen noch

Die Staatsanwaltschaft Darmstadt ermittelt nach wie vor wegen Betrugsverdachts gegen den Gründer und Geschäftsführer der PIM Gold, der zurzeit in Untersuchungshaft sitzt, und andere Personen.

Wie sich herausgestellt hatte, handelte es sich bei dem Geschäftsmodell der PIM Gold um ein Schneeballsystem. Den Kunden wurde angeboten, sich an den Erträgen eines „Gold-Recyclingkreislaufs“ zu beteiligen. Dabei wurden aber scheinbar die Gelder von Neukunden dafür verwendet, um Altanleger auszuzahlen und die Provisionen der Vermittler zu bedienen.

Zudem wurde deutlich mehr Gold verkauft, als tatsächlich vorhanden war. Zwischen den Goldbeständen, die bei PIM Gold vorgefundenen wurden, und den laut den Unterlagen angeblich vorhandenen Beständen besteht eine deutliche Diskrepanz. Laut der Insolvenzverwaltung bestehen seitens der Anleger Forderungen von bis zu 155 Millionen Euro. Dem stehen allerdings bislang lediglich Vermögenswerte von 17 Millionen Euro gegenüber.

In unserer Kanzlei vertreten wir zahlreiche Mandanten, die Schneeballsystemen wie diesem zum Opfer gefallen sind. Wenn auch Sie zu den Betroffenen zählen und um Ihr Geld bangen, stehen wir Ihnen in unserer Kanzlei gerne zur Seite, um möglichst große Anteile Ihrer Investition zu retten. In einem kostenlosen Erstgespräch erörtern wir Ihren Fall gerne gemeinsam mit Ihnen.

Guido Lenné
Guido Lenné

Rechtsanwalt aus der Anwaltskanzlei Lenné.
Rechtsanwalt Lenné ist auch Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht.

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