Polizei ermittelt nach DHL Paketabholung mit gefälschter Vollmacht – Was sollten Beschuldigte tun?
In Hagen beschäftigen sich die Ermittlungsbehörden derzeit mit einem Vorfall in einer DHL Filiale. Nach dem aktuellen Ermittlungsstand soll ein bislang unbekannter Mann dort einen gelieferten Laptop abgeholt haben. Dabei habe er sich mit einem Personalausweis legitimiert und zusätzlich eine mutmaßlich gefälschte Vollmacht vorgelegt. Nachdem ihm das Paket ausgehändigt worden sein soll, habe er die Vollmacht wieder an sich genommen und die Filiale verlassen.
In vergleichbaren Fällen leiten Polizei und Staatsanwaltschaft häufig Ermittlungsverfahren wegen Betruges und Urkundenfälschung ein. Zudem werden oftmals Überwachungskameras ausgewertet und Zeugen befragt. Nicht selten folgt anschließend eine öffentliche Fahndung.
Welche strafrechtlichen Folgen drohen?
Wer im Verdacht steht, ein Paket unter Verwendung falscher Angaben oder gefälschter Dokumente abgeholt zu haben, muss mit erheblichen strafrechtlichen Konsequenzen rechnen. Bereits der Verdacht kann zu einer Vorladung, einer Hausdurchsuchung oder zur Sicherstellung elektronischer Geräte führen.
Je nach Sachlage kommen insbesondere folgende Vorwürfe in Betracht:
• Betrug
• Urkundenfälschung
• Missbrauch fremder Personalien
• Beteiligung an weiteren Vermögensdelikten
Welche Strafe tatsächlich droht, hängt unter anderem davon ab, ob Vorstrafen bestehen, welcher Schaden entstanden sein soll und welche Beweise den Ermittlungsbehörden vorliegen.
Warum vorschnelle Aussagen problematisch sein können
Viele Beschuldigte hoffen, die Situation schnell aufklären zu können und äußern sich direkt gegenüber der Polizei. Ohne Kenntnis der Ermittlungsakte kann dies jedoch erhebliche Nachteile verursachen.
Denn häufig ist zunächst unklar:
• Welche Beweismittel tatsächlich vorliegen
• Ob Videoaufnahmen eindeutig sind
• Welche Aussagen Zeugen gemacht haben
• Ob eine Identifizierung überhaupt sicher möglich ist
Deshalb empfiehlt es sich regelmäßig, zunächst vom Schweigerecht Gebrauch zu machen. Erst nach Einsicht in die Ermittlungsakte lässt sich beurteilen, welche Verteidigung sinnvoll ist.
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Unterstützung durch unsere Kanzlei im Ermittlungsverfahren
Wir begleiten Beschuldigte bereits ab dem ersten Kontakt mit Polizei oder Staatsanwaltschaft und sorgen dafür, dass keine unnötigen Belastungen entstehen.
Unsere Kanzlei unterstützt Sie insbesondere bei:
• Beantragung und Auswertung der Ermittlungsakte
• Kommunikation mit Polizei und Staatsanwaltschaft
• Vorbereitung auf Vorladungen und Vernehmungen
• Einschätzung der Beweislage
• Entwicklung einer individuellen Verteidigungsstrategie
• Vertretung im gesamten Strafverfahren
Gerade bei Vorwürfen rund um Betrug oder gefälschte Unterlagen ist eine frühzeitige rechtliche Prüfung oft entscheidend für den weiteren Verlauf des Verfahrens.
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Ulrike Frentzen
Angestellte Rechtsanwältin aus der Anwaltskanzlei Lenné.
Rechtsanwältin Ulrike Frentzen ist auch Fachanwältin für Strafrecht
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