14. Juli 2022

So kämpft Visa gegen Cyberkriminalität und Betrugsversuche

Um betrügerische Transaktionen innerhalb von Millisekunden zu erkennen und zu verhindern, investiert das amerikanische Kreditkartenunternehmen Millionen in Advanced Analytics, Machine Learning und Künstliche Intelligenz (KI). So nutzt der unternehmenseigene Service „Visa Advanced Authorization (VAA)“ KI und maschinelles Lernen, um zu bestimmen, mit welcher Wahrscheinlichkeit eine laufende Transaktion betrügerisch sein könnte. Das dauert gerade mal 300 Millisekunden. Der VAA-Service soll allein 2021 betrügerische Transaktionen im Gesamtwert von ca. 26 Milliarden Dollar verhindert haben. In den letzten Jahren hat Visa über eine Milliarde Dollar dafür ausgegeben, um die Integrität, Sicherheit und Widerstandsfähigkeit des Zahlungsökosystems zu erhöhen.

Jedes Jahr greifen Betrüger Beträge im dreistelligen Millionenbereich ab

Insgesamt 232,5 Milliarden Zahlungstransaktionen sollen laut Medienberichten von Oktober 2020 bis September 2021 über das Visa-Netzwerk abgewickelt worden sein. Gekauft und gezahlt wird zunehmend digital. Umso stärker boomt auch die Cyberkriminalität. Laut Statistiken der Federal Trade Commission haben Betrüger im Jahr 2021 über 5,8 Milliarden Dollar abgegriffen. Rund 70 Prozent mehr als im Jahr 2020. Betrug im Zusammenhang mit Onlineshopping war die am zweithäufigsten gemeldete Betrugsart. 392 Millionen Dollar wurden auf diese Weise ergaunert. 2020 waren es noch 246 Millionen Dollar. Eine klare Tendenz.

Mit Data Analytics und KI gegen Cyberkriminialität

Kein Wunder also, dass Visa massiv in Technologien zur Betrugsbekämpfung investiert. Daten und Datenanalysen sind ein zentraler Bestandteil dieser Gegenmaßnahmen, um den Geldverkehr schneller und sicherer zu machen. Über 60 verschiedene Visa-Services werden von Advanced Analytics und KI angetrieben. Auch die Tokenisierung wurde von Visa vorangetrieben. Dabei werden statische sowie dynamische Informationen genutzt, um Kartennutzer mit spezifischen Transaktionen zu verknüpfen. Mithilfe dieser Technologie konnte das Betrugsrisiko um 28 Prozent gesenkt werden.

Deep Learning wird wiederum vom US-Konzern genutzt, um Fehlalarme zu analysieren – also Fälle, in denen ein Kauf fälschlicherweise als Betrug gekennzeichnet wurde. Auf diese Weise sollen solche Vorfälle um 30 Prozent reduziert und das Verständnis der Systeme für legitime und betrügerische Aktivitäten präzisiert werden.

Der Grund, warum Visa einen solchen Aufwand zum Schutz der Kundentransaktionen betreibt, ist dabei nicht nur das Bedürfnis, ihre Kunden besser zu schützen. So kosten solche betrügerischen Aktivitäten nicht nur unmittelbar Geld. Studien zufolge nutzen 89 Prozent der betroffenen Karteninhaber ihre neu ausgestellte Karte entweder gar nicht mehr oder nur noch sehr beschränkt. Die Zahl der Käufe mittels Visa-Karte geht bei Betrugsopfern also drastisch zurück.

Quote der Betrugsfälle bei Visa so niedrig wie nie

Cyberkriminelle entwickeln stetig neue Strategien, um an das Geld von Verbrauchern zu gelangen. Mit seinen Investitionen in Datentechnologien will Visa sicherstellen, dass sich die Tools und Sicherheitsmaßnahmen an neue Betrugsansätze anpassen. Scheinbar mit Erfolg, denn laut Medienberichten sollen Betrugsvorfälle im Visa-Netzwerk dramatisch zurückgegangen sein. Bei rund 0,07 Dollar pro 100 Dollar Zahlungsvolumen soll die Betrugsquote liegen - so gering wie nie zuvor. Dabei gebe es jeden Tag über zwei Millionen Angriffe auf das Netzwerk.

Visa ist sich seiner Verantwortung offensichtlich bewusst und investiert viel Geld und Ressourcen, um ihr gerecht zu werden. Leider bleiben Cyberkriminelle ebenfalls nicht untätig und entwickeln immer neue Angriffsstrategien. Wenn die Schutzmaßnahmen also doch einmal versagen und Sie als Verbraucher Opfer eines Betrugs werden, stehen wir Ihnen in unserer Kanzlei zur Seite und kämpfen dafür, Ihr Geld zu retten. Im Ernstfall können Sie schnell und unkompliziert einen Termin für ein Erstgespräch mit uns vereinbaren und sich von uns unverbindlich beraten lassen.

Guido Lenné
Guido Lenné

Rechtsanwalt aus der Anwaltskanzlei Lenné.
Rechtsanwalt Lenné ist auch Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht.

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