Aktuelles aus der Anwaltskanzlei Lenné

08. Oktober 2026

Bank warnt vor falschem Zahlungsempfänger: Bekommen Sie Ihr Geld nach einer Überweisung zurück?

Seit dem 9. Oktober 2025 müssen Kreditinstitute im Euroraum bei SEPA-Überweisungen grundsätzlich prüfen, ob Empfängername und IBAN übereinstimmen. Wer trotz einer eindeutigen Warnmeldung überweist, kann einen Schaden regelmäßig nicht allein wegen der abweichenden Empfängerdaten von seiner Bank ersetzt verlangen. Hat das Kreditinstitut seine gesetzlichen Prüfpflichten verletzt, können hingegen Erstattungsansprüche bestehen. Zusätzlich kommen Rückforderungs- und Schadensersatzansprüche gegen Zahlungsempfänger oder andere Verantwortliche in Betracht. Die Anwaltskanzlei Lenné in Leverkusen prüft die rechtlichen Möglichkeiten nach betrügerischen Überweisungen.

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08. Oktober 2026

Geld durch Phishing-Betrug: Wann muss der Inhaber des Empfängerkontos den Schaden ersetzen?

Nach einem Phishing-Angriff ist das Geld häufig verschwunden und die eigentlichen Täter bleiben unbekannt. Doch können Geschädigte auch den Inhaber des Kontos in Anspruch nehmen, auf dem das Geld gelandet ist? Ein Urteil des OLG Frankfurt zeigt, dass unter bestimmten Voraussetzungen sogar eine persönliche Haftung auf vollständigen Schadensersatz besteht. Wir erklären, welche Rechte Betroffene haben und warum eine bereits erfolgte Weitergabe des Geldes nicht zwangsläufig vor einer Rückzahlung schützt.

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07. Oktober 2026

Bagatellschaden nach Verkehrsunfall: Ist die 1.000-Euro-Grenze für Gutachterkosten wirklich verbindlich?

Wer nach einem Verkehrsunfall einen Kfz-Gutachter beauftragt, erhält dessen Kosten nicht in jedem Fall von der gegnerischen Versicherung ersetzt. Das AG Viersen lehnte mit Urteil vom 19.10.2023 (32 C 201/23) Gutachterkosten bei einem Schaden von lediglich 319,22 Euro netto ab und orientierte sich an einer Bagatellgrenze von 1.000 Euro. Diese Grenze ist jedoch nicht gesetzlich festgelegt. Der BGH verlangt eine Beurteilung aus Sicht des Geschädigten zum Zeitpunkt der Beauftragung. Das LG Lübeck sah 2025 die Bagatellgrenze eher bei 700 bis 800 Euro. Die Anwaltskanzlei Lenné in Leverkusen unterstützt Unfallgeschädigte bei Streitigkeiten über Gutachterkosten und die Regulierung von Verkehrsunfällen.

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05. Oktober 2026

SCHUFA-Score falsch oder intransparent: Welche Rechte haben Betroffene?

Ein fehlerhafter oder nicht nachvollziehbarer SCHUFA-Score kann erhebliche Folgen haben – etwa bei Krediten, Immobilienfinanzierungen, Leasingverträgen oder Mobilfunkverträgen. Verbraucher haben nach der DSGVO unter anderem Rechte auf Auskunft, Berichtigung und unter bestimmten Voraussetzungen Löschung gespeicherter Daten. Auch die Berechnung und Verwendung von Bonitätsscores unterliegt gesetzlichen Vorgaben. Seit 2026 verwendet die SCHUFA zudem ein neues allgemeines Score-Modell mit einer Skala von 100 bis 999 Punkten. Wer falsche SCHUFA-Daten, einen negativen Eintrag trotz bestrittener oder erledigter Forderung oder eine Vertragsablehnung wegen einer Bonitätsbewertung feststellt, sollte die gespeicherten Daten und die rechtlichen Voraussetzungen der Verarbeitung genau prüfen lassen.

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01. Oktober 2026

Mitarbeiter fällt auf Phishing herein: Muss das Unternehmen für den Schaden haften?

Wird ein Unternehmen Opfer eines Phishing-Angriffs, bei dem ein Mitarbeiter in den Zahlungsverkehr eingebunden ist, hängt die Haftung nicht allein vom Verhalten des Mitarbeiters ab. Geprüft werden müssen insbesondere die Autorisierung der Zahlungen, seine Zugriffsrechte, mögliche Pflichtverletzungen und deren rechtliche Zurechnung sowie die Bedingungen des Geschäftskontos.

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28. September 2026

75 Jahre Bundesverfassungsgericht: Wir gratulieren zum Geburtstag!

75 Jahre Bundesverfassungsgericht: Seit 1951 wacht das höchste deutsche Gericht über die Einhaltung des Grundgesetzes und den Schutz unserer Grundrechte. Die Anwaltskanzlei Lenné gratuliert herzlich zum Jubiläum und würdigt die besondere Bedeutung des Gerichts für Rechtsstaat, Freiheit und Demokratie.

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25. September 2026

PIN statt Trinkgeldbetrag eingegeben: Abbuchung für Kauf beim Bäcker in Höhe von 1.706 EUR

Ein Croissant kaufen – und plötzlich werden 1.706 Euro vom Konto abgebucht? Genau das kann passieren, wenn an einem Kartenterminal eine vermeintliche PIN-Eingabe tatsächlich als Trinkgeldbetrag erfasst wird. Doch die Eingabe der richtigen PIN bedeutet nicht automatisch, dass auch eine Zahlung in dieser Höhe wirksam autorisiert wurde. Wir erklären, welche Ansprüche gegenüber der Bank und dem Händler bestehen können, wann eine Anfechtung in Betracht kommt und was Betroffene jetzt tun sollten.

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24. September 2026

Falsche Zolltarifnummer angegeben: Drohen Nachzahlung oder Strafverfahren wegen Steuerhinterziehung?

Eine falsche Zolltarifnummer kann für Unternehmen und Importeure erhebliche Folgen haben. Stellt der Zoll bei einer Prüfung fest, dass Waren über einen längeren Zeitraum falsch eingereiht wurden, können Einfuhrabgaben nachgefordert werden. Zusätzlich kann der Verdacht einer Steuerhinterziehung oder einer leichtfertigen Steuerverkürzung entstehen.

Eine fehlerhafte Zolltarifierung bedeutet jedoch nicht automatisch, dass eine Straftat vorliegt. Für eine Steuerhinterziehung nach § 370 AO ist grundsätzlich Vorsatz erforderlich. Deshalb kommt es entscheidend darauf an, warum die betreffende Zolltarifnummer verwendet wurde, welche Informationen vorlagen und was die verantwortlichen Personen wussten. Bei einer Zollprüfung, einem Anhörungsbogen, einer Vorladung oder dem Vorwurf der Steuerhinterziehung sollte der Sachverhalt frühzeitig rechtlich geprüft werden.

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